Erasmus in Schweden

09 décembre 2009

Advent, Advent...

Hallo ihr Lieben!

Es kommt mal wieder eine Nachricht von mir. Ich war jetzt am für mich nördlichsten Punkt Schwedens und der ist immer noch mitten in der Mitte!!! Guckst du hier: klick

Nachdem Carina und Johanne wieder weg waren, hatte ich also eine halbe Woche ohne Besuch. Ich habe mich mit Tamar zweimal in der Bibliothek getroffen, um zu lernen. Einmal waren wir in einer Nation zum Mittagessen. Ganz viel Glück hatten wir auch, weil drei Leute hinter uns das Essen ausging...

 

Donnerstag Abend ging es dann auch schon los. Der Plan sah wie folgt aus: Nachtzug nach Stockholm -  so viel  schlafen wie möglich - Zug nach Uppsala - Angucken - Zug nach Falun - Carina auf die Nerven gehen. So weit so gut. Lustigerweise haben Kathi und ich (Bekannte aus dem Schwedischkurs) festgestellt, dass wir den gleichen Zug nehmen. Das war auch gut so, es gab nämlich ein paar Schwierigkeiten... siehe hier:

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Man beachte die obere rechte Ecke. Es ist nämlich nicht das gleiche Foto. Und ich hätte noch eines machen können mit 1:00... dannach kam der Zug dann auch irgendwann. Nur blöd, dass es saukalt war und nichts mehr aufhatte. Nicht einmal die Bahnhofswartehalle, die nämlich netterweise um Mitternacht geschlossen wird. Naja, wir kamen auch irgendwann in Stockholm an und dann ging es für mich weiter nach Uppsala, Kathi besuchte eine Freundin in Stockholm.

Um 7:45 kam ich dann in Uppsala an und suchte mir zuerst ein Café um zu warten, dass es heller und wärmer wird und es gefälligst aufhört zu regnen. Ein bisschen heller wurde es auch. Aber nicht viel. Ich lief also durch Uppsala und schaute mir zunächst ohne Karte die Stadt an. Die Touri-Info macht ja erst um 10 auf - aber immerhin. Der Dom ist übrigens echt klasse. Übrigens hat Bernt Notke ein paar der Wände bemalt. Dann ging es weiter Richtung Uni und Schloss bzw. Schlossgarten. In der uralten Bibliothek gab es dann für mich Mittagessen. Sehr gemütlich. Anschließend fuhr ich nach Gammla Uppsala. Das ist ein paar Kilometer von der Stadt entfernt. Dort gibt es Grabhügel aus dem 6. Jahrhundert, aber niemand weiß, wer dort begraben liegt... Außerdem hab ich das hier gefunden :D

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Leider hatte das tolle Museum nur samstags und sonntags geöffnet... Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Falun, wo Carina mich am Bahnhof abholte. Es lag Schnee!!!

Da ich so müde war, haben wir nichts mehr gemacht und am nächsten Tag ging es ins Tomteland - das Weihnachtsmannland. Es war ziemlich lustig, aber definitiv für Kinder. Es gab Theater, das Haus des Weihnachtsmannes zum angucken und hineingehen und vieles mehr. Es war wunderschön, weil überall Schnee lag und irgendwann fing es auch noch an zu schneien. Und ich hab Elche gesehen! Und Rentiere! Allerdings war es nach einiger Zeit etwas schwierig noch eine Beschäftigung zu finden, weil der Park nicht sehr groß ist und wir so wenig Schwedisch verstehen.

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Am Sonntag war Nikolaus und da hatte Carina mit einer Freundin aus dem Wohnheim ein Frühstück organisiert. Es kamen also ganz viele verschlafene Menschen und frühstückten miteinander. Ein Julklapp war auch noch integriert. Sehr cool.

Danach sind Carina und ich zur Kupfermine gelaufen. Dort war ein riiiiesiger Weihnachtsmarkt, bei dem wir ziemlich viel Zeit verbrachten. Ich habe zum ersten Mal Elchwurst gegessen. Schmeckt auch nicht anders als andere Wurst :) Irgendwann waren wir völlig durchgefroren und gingen wieder in Richtung Wohnheim. Dort haben wir Kekse gebacken und Chokladbollar gemacht. Jammi!!!

Montag war dann schon wieder mein Abreisetag und wir besuchten noch ein Museum. Ich kann immer wieder nur betonen, wie toll schwedische Museen sind. Man kann sich die Sachen nicht nur angucken, sondern auch anfassen, selbst ausprobieren und entdecken. Sehr cool. Dann ging es für mich sieben Stunden mit dem Zug zurück in den Süden.

Wie verbringt ihr die Adventszeit? Stress? Ein paar Ruhepausen? Weihnachtlich?

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30 novembre 2009

ich lebe noch...

...auch wenn ich schon eeeetwas länger nichts mehr von mir hab hören lassen. Das ist aber überhaupt nicht meine Schuld. Hier sind nämlich so viele Leute rumgelaufen, die haben mir gar keine Wahl gelassen, als mich mit ihnen zu beschäftigen.

Zuerst war Stephan hier. Wir haben uns eine wunderschöne Woche gemacht, mit ganz viel Rumgammeln, ein bisschen Gegend anschauen und viel leckerem Essen. Zwischendurch hatte ich auch noch Unterricht. Wir waren in Malmö und in einem Nationalpark in Dalby. Dann haben wir uns das Handballderby in Lund angesehen. Lund hat nämlich zwei Vereine in der ersten Liga. Dementsprechend voll war es auch. Das Spiel war sehr spannend und einigermaßen ausgeglichen. Wir saßen direkt neben den Mega-Fans, die fast das ganze Spiel standen und ihre Fahnen geschwenkt haben.

Nachdem Stephan weg war, hatte Barbara Geburtstag und wir gingen in einen Pub in einer Nation um zu feiern. Das war ein netter Abend, der sich auch ein Weilchen hinzog. Letzten Mittwoch hatte ich Schwedisch und es war Daniels Geburtstag (einer meiner Nachbarn). Er überredete mich, mit zum SPEX zu kommen, weil eine gemeinsame Bekannte dort mitspielte. Das Spex ist eine Studententradition. Es ist eine Mischung aus Theater und Comedy. Irgendein Thema wird parodiert (Bush) und die Zuschauer können nach einzelnen Szenen eine Zugabe fordern. Dann gibt es diese Szene noch einmal, aber etwas abgewandelt. Leider war das Stück zu 80% auf Schwedisch, sodass wir viele Witze nicht verstanden haben.

Donnerstag um 7 stand Carina an der Bushaltestelle. Wir sind schnell nach Hause gegangen und haben noch ein paar Stunden geschlafen. Nachmittags kam dann auch Johanne und nach einem guten Essen stießen wir mit Sekt auf unser Treffen an.

Am Freitag fuhren wir früh nach Malmö und wollten uns zuerst das Schokoladenmuseum ansehen. Leider waren wir eine Stunde zu früh dran und liefen dann noch durch die Gegend. Als das Museum schließlich öffnete, waren wir ziemlich enttäuscht. Das "Museum" bestand aus einem kleinen Raum, der gleichzeitig das Café und der Verkaufsraum war. Es standen einfach nur ein paar Glasvitrinen darin. Hmm...
Abends hatte Mathijs sein Konzert mit dem Orchester der Uni und der Uni aus Uppsala. Sie spielten die 6. Symphonie von Gustav Mahler in der Kathedrale und es war sehr schön. Anschließend sind wir nach Hause gefahren und haben mit Bart zusammen Karten gespielt.

Samstag ging es dann nach Lund. Im Museum Kulturen gab es einen Weihnachtsmarkt, den wir uns anschauten. Das war nett, aber nach einer gewissen Zeit wurde es doch ziemlich kalt. Am frühen Abend haben wir Johanne wieder zum Bahnhof gebracht und sind nach Hause gefahren. Dort gab es Schokofondue, das nach ein paar Missverständnissen nur zu zweit stattfand.

Sonntag fuhr Carina dann nach Stockholm, weil sie heute auf ein Konzert geht. Ich habe den restlichen Tag einfach gar nichts gemacht :)

Ich wünsche euch übrigens eine fröhliche Adventszeit!

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17 novembre 2009

Stockholm

Hallo liebe Leute!

Wie vielleicht einige von euch schon gemerkt haben, habe ich die Stockholmfotos bereits hochgeladen - jedenfalls ein paar der über 200...

Letzte Woche stand alles im Zeichen meiner fantastischen Präsentation für den Kulturkurs. Yeah. Sonntag wollten wir uns bei mir treffen und nach einer halben Stunde waren wir auch tatsächlich zu dritt. Die vierte hatte sich die letzten drei Wochen nicht einmal auf Emails oder Anrufe gemeldet. Super. Gut, dass ich mir schon Gedanken gemacht hatte, so haben die anderen zwei nämlich meine Ideen alle abgenickt und konnten wieder nach Hause gehen. Das war die Vorbereitung. Das Kapitel von der Vierten habe ich bis heute nicht gesehen. Aber immerhin war sie am Mittwoch für die Präsentation da. Sie hätte aber auch wegbleiben können, weil sie so leise und so schlecht Englisch gesprochen hat, dass sie niemand verstanden hat... Die Präsentation an sich war okay, aber nichts Besonderes.

Die restliche Woche hatte ich ein bisschen Mathe, ein bisschen Schwedisch, kein Volleyball, damit ich meinen Daumen irgendwann wieder voll belasten kann und ein bisschen Stockholm-Planung. Am Donnerstag Abend lud Lotte zum Niederländischen Dinner. Boerenkool. Laut der Internetübersetzung Winterkohl oder Grünkohl, aber Lotte meinte, es sei definitiv kein Grünkohl. Hmm... hat ziemlich ähnlich geschmeckt. Außer, dass sie den Kohl (Kohl wars auf jeden Fall) mit den Kartoffeln zu einem Brei gerührt hat und dazu gab es Apfelmus!!! Für mich gab es den Apfelmus danach, weil es wirklich ziemlich seltsam schmeckte.
Den gleichen Abend sind dann Lotte, Barbara und Marie mit dem Nachtzug nach Stockholm gefahren.

Bart, Mathijs und ich sind erst am nächsten Tag gefahren, weil sie noch eine Präsentation hatten und ich eine hätte haben sollen... Unsere Jugendherberge war ein Schiff und es schaukelte. Keine guten Voraussetzungen für Miriam. Naja, wir haben uns sowieso selten dort aufgehalten. Freitag Abend sind wir noch durch die Gegend gelaufen und haben uns ein bisschen umgesehen. Dann gab es Essen beim Mexikaner. In der Kabine haben wir uns noch ziemlich lange unterhalten.

Samstag haben wir mit einer Besichtigungstour zu Fuß angefangen und ziemlich viel gesehen. Mittags haben wir dem Wachenwechsel am Schloss zugeguckt. Das sah echt aus wie im 19. Jahrhundert. Total seltsam :) Anschließend gab es Pizzahut-Pizza und danach das Polizei-Museum, weil wir im Internet gesehen haben, dass wir unseren eigenen Fall lösen dürfen. Leider war das Museum komplett auf Schwedisch und somit für alle außer Barbara und mir etwas blöd. Für mich war es ziemlich anstrengend, weil mein Schwedisch ja nicht gerade gut ist. Lotte und Marie hatten von Anfang an keine Lust und saßen fast die ganze Zeit rum. Zu blöd, wenn man immer der Gruppe hinterher läuft und nicht das macht, was einen interessiert. Danach waren wir noch in der Stadt, weil den Mädels der freitägliche Shoppingtrip nicht gereicht hat. Es ging weiter. Ich bin in der Zwischenzeit mit Bart und Mathijs ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Abendbrot gab es nicht wirklich, ein paar Sandwiches aus dem Supermarkt und Chips bis zum Umfallen.

Am Sonntag wollten wir unterschiedliche Sachen machen und trennten uns. Es fing mit dem Frühstück an. Samstag wollten sie nämlich kein Frühstück und so waren wir nur beim Bäcker. Ich hatte entschieden, dass ich im Hostel frühstücke, egal ob jemand mitkommt oder nicht. Marie kam mit und wir hatten ein ausgiebiges, leckeres Frühstück. Die anderen waren wieder beim Bäcker. Selbst Schuld.
Dann machten Marie und ich uns auf den Weg, um das Gepäck am Bahnhof einzuschließen und eine Bootsrundfahrt zu machen. Es war zwar wie während des ganzen Wochenendes kalt und naß und grau, aber es war trotzdem schön. Mittags gingen wir zum Wasamuseum und trafen später die restliche Gruppe, die vormittags im Nobelmuseum war. Die Wasa ist ein riesiges Schlachtschiff von 1626, das bei seiner Jungfernfahrt glatte 20 Minuten gesegelt war und dann im Stockholmer Hafen versank. Es wurde erst in den 60er Jahren geborgen, lag also über 300 Jahre dort im Hafen. Das Museum war super. Riesig groß, modern, interessant,... Irgendwann bekam ich von Mathijs einen Anruf, ob wir noch im Museum seien. Barbara, Lotte und Bart waren nämlich gerade gegangen. Hmm... Danke fürs Bescheidsagen, Leute. Naja, davon ließ ich mir die Laune nicht verderben.
Essen gab es im Max-Burger und dort traf ich einen Schulfreund aus Deutschland, der zur Zeit ein Auslandssemester in Spanien macht und in Stockholm auf einer Model United Nations Konferenz war. Das war echt Wahnsinn!!! Die Welt ist so klein!
Dann gingen wir zur Absolut Ice Bar, eine Bar, die komplett aus Eis besteht. Allerdings kostet es über 10 Euro Eintritt und damit war es dann gelaufen. Da die anderen ihr Gepäck noch nicht aus dem Hostel geholt hatten, taten sie es dann und wollten danach wiederkommen. Marie und ich warteten über zwei Stunden und waren dementsprechend gut drauf, als die gut gelaunte Gruppe zum Bahnhof kam. Ja, sie hätten noch etwas getrunken im Hostel und wir hätten sie ja anrufen können. Eine Entschuldigung gab es nicht.
Das hat mich sehr enttäuscht. Aber jetzt habe ich die nächsten drei Wochen sowieso viel zu tun und muss nichts mit den Leuten machen... Heute kommt Stephan :)

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07 novembre 2009

Sittning

Hallo ihr Lieben!

Ich habe gerade die Fotos umsortiert. Jetzt findet ihr die aktuellsten ganz oben. Also ganz schnell die Fotos  von Göteborg und dem Sittning anschauen :)

Meine Woche war ziemlich ätzend. Die gute Dozentin von meinem Kulturkurs hat sage und schreibe 5 Mal die Termine für die Präsentation geändert. Super Sache. Ich hab ja auch sonst nix zu tun... Ich verstehe einfach nicht, wie sie sich dafür das Recht herausnehmen kann. Sie wollte sogar mit 40 Leuten eine Telefonkette starten, um Bescheid zu sagen, ob wir am nächsten Tag kommen müssen oder nicht. Hallo??!
Naja, meine Gruppe ist auch nicht besser. Ich traf mich am Mittwoch nach vielem Hin und Her mit zwei Leuten, weil die andern beiden es irgendwie verpeilt haben. Leider waren diese Beiden auch diejenigen, deren Kapitel wir noch nicht haben. Dementsprechend konnten wir einfach gar nichts machen. Wie soll man eine Einleitung oder eine Präsentation vom Ganzen vorbereiten??? Arg. Ich hasse Gruppenarbeit. Mein Kapitel war schon vor über einer Woche fertig. Jetzt versuchen wir, morgen ein neues Treffen zu machen. Wenn das nicht klappt, haben wir ein Problem. Die Präsentationen sind nämlich jetzt am Dienstag und Mittwoch, obwohl wir am Mittwoch erst unser Paper fertig haben sollten. Total verlässlich das Ganze.
Danach habe ich dann eine Stunde beim International Housing Office gewartet, bis ich endlich an der Reihe war. Dort haben sie mir dann gesagt, dass sie überhaupt nicht dafür zuständig sind. Das kann doch echt nicht wahr sein!
Abends war mein Schwedischkurs. Der war tatsächlich ziemlich cool, abgesehen davon, dass ich dem einen überheblichen Mädel am liebsten an die Gurgel gesprungen wäre. "It's unpolite to speak German if someone doesn't speak German." - Ja natürlich, aber wir waren gerade in einer Gruppenarbeit mit nur Deutschen und die Lehrerin am anderen Ende des Raumes. Also mal ehrlich...

Am Donnerstag hab ich mein Mathereferat zuende gemacht und abends hat Barbara zum Essen geladen, die gerade ihren Freund Niko da hat. Es gab Kartoffelsalat, Frikadellen und Gemüse. Sehr lecker. Als Nachtisch hatte Marie eine Früchtetarte mitgebracht. Mjammi.

Freitag bin ich kaum aus dem Bett gekommen. Ich bin um 8 zu meiner Vorlesung gegangen und hätte es mir auch echt schenken können. Die erste 3/4 Stunde war ein bisschen Kombinatorik dran, dann 15 Minuten Pause und nach der Pause tatsächlich eine 3/4 Stunde nur noch Beispiele... Da ich sowieso fast eingeschlafen wäre, habe ich die Übungen dazu ausgelassen und bin nach Hause gefahren um zu schlafen. In dem Kurs bin ich sowieso nur als Hörer, weil ich nicht wiederkommen will im Januar um die Klausur zu schreiben.
Nachmittags hatte ich dann mein Mathereferat vor vier (!) Leuten. Niko war als Gast mit, sonst wären es nur drei... Ich war vorher furchtbar nervös, aber das legte sich, nachdem ich angefangen hatte. Ich fands nicht besonders gut, aber es waren mal wieder alle total begeistert... Komische Maßstäbe haben sie hier.
Für die Übungen hat Kim uns dann verlassen und Barbara hat eine Aufgabe für mich vorgerechnet und ich eine für sie. Sehr lustig. Es hatte doch noch mehr Privatstundenflair als sonst schon :))) unsere kleine Familie halt.
Abends war dann das Sittning in der Kristianstad Nation. Das Essen war sehr lecker und eine vergnügliche Angelegenheit. Die Schweden finden ja singen super. Das bedeutet für sie Sauflieder, aufstehen oder sogar auf dem Stuhl stehen und gröhlen. Sehr unterhaltsam für uns :D Es waren ungefähr 60 Leute da und unsere Gruppe war die einzige Internationale. Anschließend gab es einen HIP-HOP CLUB! Aaaaah! Wir blieben noch eine Stunde und dann waren die anderen es auch Leid. Zum Glück. Ich wollte sowieso gerade gehen und dann meinten die anderen, dass sie mitkommen.

Heute muss ich mein Mathereferat verschriftlichen und ein bisschen überlegen, wie man das blöde Kulturding präsentieren kann. Abends gibt es bei Bart und Mathijs Truffels. Die super-leckeren Schokoladenkugeln :D

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende! Bis bald!

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04 novembre 2009

Göteborg

Hallihallo!

Ich muss in einer halben Stunde los und ich will nicht. Draussen pustet es so sehr, dass ich ein bisschen Angst um mein Dach hab. Hoffentlich hebt das nicht ab... Es ist schon wieder Mitte der Woche. Langsam geht die Zeit vorbei :) Viele andere sind ziemlich traurig darüber. Meine Meinung kennt ihr ja. Wobei ich mich auf die letzten Wochen freue. Ich habe noch viele tolle Pläne.

Dieses Wochenende war ich also in Göteborg. Hmm. Besonders hübsch ist die Stadt jetzt nicht. Daher sind wir am Samstag zuerst in das alternative Viertel gegangen, wo es viele Second-Hand-Shops und kleine Kunsthandwerksgeschäfte gibt. Das war ziemlich cool und saukalt. Brrr... Aus den Second-Hand-Buchläden musste ich wieder rausgezerrt werden :D Zwischendurch machten wir Pause und aßen eine MEGA-RIESEN Zimtschnecke in einem Café. Wahnsinn! Ich zeig sie euch:
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Später waren wir noch auf einem Aussichtspunkt und hatten einen schönen Überblick über die nicht ganz so hübsche Stadt... Das sind übrigens wir:

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v.l. Lucia (Deutschland), ich, Tamar (Niederlande), Laititia, Dorine und Nijeetha (alle Frankreich)

Unsere Jugendherberge war super. Schön gepflegt und sauber. Allerdings hatten wir einige Schwierigkeiten dieses blöde Ding zu finden. Wir wurden nämlich zweimal in eine andere Richtung geschickt. Total dämlich. Wenn man sich nicht sicher ist, dann hält man doch einfach den Mund, oder???
Eine Küche gab es auch und so konnten wir die mitgebrachte Quiche aufwärmen. Danach haben wir ein paar Runden Würmer gedealt bis Tamar und Lucia beschlossen, sie seien keine 80 und wollten noch mal ausgehen. Der Rest war angeschlagen und ich wollte nicht, weil ich wusste, dass ich sonst am Sonntag nicht mehr viel von der Stadt sehen würde. Naja, die beiden kamen etwa eine Stunde später zurück und stuften sich als 60 ein. Sie hatten irgendwo ein Bier getrunken.

Am Sonntag wollten wir in ein Museum gehen, weil das Wetter auch nicht besonders toll war. Tamar und ich besuchten das Kunstmuseum und die anderen vier das Weltkulturmuseum. Sie waren beide ziemlich cool. Anschließend gingen wir am Hafen spazieren und gönnten uns etwas zu essen während die anderen shoppen waren. Sehr witzig: Göteborg hat am Sonntag gegen Stockholm gespielt. Das ist wohl immer ein riesiges Event und wir haben Leute vor Pubs gesehen, die Schlange standen, um sich drinnen das Spiel anzusehen. Stockholm hat übrigens gewonnen, obwohl Göteborg zuvor geführt hatte. Dementsprechend waren alle gaaanz traurig. Die Bar, in der wir saßen, war wohl eine Sammelstelle, denn alle zwei Minuten warf der Besitzer irgendwelche Leute raus, die Ärger machten. Sehr unterhaltsam. Wir waren froh, als wir endlich wieder raus waren :D
Geärgert haben wir uns im Zug. Der war nämlich ziehmlich voll und wir waren froh, dass wir zusammenhängende Plätze gefunden hatten. Nur kamen dann Leute und behaupteten, dass sie die Plätze reserviert haben. Super. Die blöde schwedische Bahn hat zwar die tollen Reservierungsschilder über den Sitzen, aber es stand überall "keine Reservierung". Arg.

Am Montag hatte ich meine erste Schwedischstunde. Gruselig. Ich hab zwar viel verstanden, aber ich konnte keine eigenen Sätze bilden. Leider sind ein paar sehr unsympatische Leute im Kurs, die fast fließend Schwedisch sprechen. Was die im Level 2 wollen, ist mir echt schleierhaft. Aber es sind auch ein paar nette Leute dort. Zum Beispiel mein Nachbar. Nicht der komische Franzose. Naja. Es war auf jeden Fall ziemlich stressig... Heute ist die zweite Stunde :(
Eigentlich sollte ich mich mit meiner Arbeitsgruppe treffen, aber ich bekam um 9 Uhr zwei Emails, die beide beinhalteten, dass blöde Mitglieder um 12 doch keine Zeit haben. So ein Scheiß!!! Der nächste Versuch ist dann heute. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Dienstag sollte mein zweiter Mathekurs anfangen. Ich fuhr also in die Uni und fand den Raum auch auf Anhieb. Nur leider war niemand dort. Das blieb auch so. Im Sekretariat war niemand und nach längerem Umherirren fand ich dann jemanden, der mir sagen konnte, dass das Seminar verschoben wurde. Um zwei Stunden auf die Zeit von meinem Kuschelkurs. Toll. Damit hab ich also ein scheinbar ziemlich gutes Referat verpasst. Super. Abends war ich bei Mathijs und Bart. Dort war die halbe Familie zu Besuch und es gab Belgische Pommes. Richtig komplett selbst zubereitet inklusive Kartoffeln schälen und zurechtschneiden. Lecker.

Wie siehts bei euch aus?

Liebe Grüße!

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30 octobre 2009

Aua...

Hallihallo! Mal wieder eine Nachricht von mir. Es ist Freitag Abend und ich mache mir gerade etwas zu essen. Meine Woche war eher langweilig. Am Wochenende habe ich an meinen Projekten gearbeitet. Nicht gerade überarbeitet, aber immerhin.

Montag war ein Treffen mit meiner Arbeitsgruppe. Nachdem irgendwann (fast) alle eingetrudelt waren, haben wir die Vorlesung noch einmal vertieft und anschließend über unser Projekt gesprochen. Dann war ich in der Stadt und hab Wolle und Stricknadeln gekauft. Hab ja nix zu tun hier :D

Am Dienstag habe ich vormittags mit Barbara noch kurz Mathe gemacht. Es waren diesmal leichtere Aufgaben und wir haben tatsächlich zwei von drei Aufgaben gelöst. Dann habe ich noch mal im Waschraum nachgeguckt, weil ich vergessen hatte für wann ich den Raum gebucht hatte. Für den Tag davor... arg. Naja. Ich habe dann einfach am Mittwoch gewaschen.
Mathe war echt super. Erik war dran mit Referat halten und hat sich einfach vorne hingestellt. Dann malte er nebenbei ein Mind-map an die Tafel und erzählte völlig frei und total interessant.
Abends war das Planungstreffen für Göteborg. Zum Glück war es bei Lucia, sodass ich nur aus der Haustür rausfallen und in die nächste reinfallen musste. Wirklich geplant haben wir dann doch nicht. Aber es war trotzdem sehr nett. Anschließend war ich bei Mathijs und Bart, weil es dort mit der ganzen Runde Pizza geben sollte. Leider hatte ich bei Lucia schon etwas gegessen (Kürbisstrudel) und hatte dann kaum noch Hunger. Außerdem bekam ich dann noch Kopfschmerzen. Deshalb bin ich dann auch mal wieder als erste gegangen.

Mittwoch habe ich an meinem Projekt weitergearbeitet und zwischendurch gewaschen. Außerdem habe ich noch mit unglaublich vielen Menschen telefoniert :D Mein Papa hatte Geburtstag und da wurde ich einmal herumgereicht. Außerdem hat Johanne angerufen und mir fast eine Stunde lang verschwiegen, dass sie schon Zugtickets nach Lund gebucht hat und danach hat Carina es mir genauso lang nicht erzählt. Und das Ganze nur, weil Johanne eine Postkarte geschickt hatte, auf der es draufstand und die kam leider erst am Donnerstag...

Da hatte ich dann endlich mein Projekt fertig und hab es sofort an alle anderen geschickt. Es soll das erste Kapitel werden und wahrscheinlich ist es nicht schlecht, wenn die anderen sich darauf beziehen können. Dann musste ich dringend mal raus und so entschied ich mich, zu Fuß einzukaufen. Sehr schön. Herbst und Sonne. Hübsch hier.
Abends war ich beim Volleyball. War nett. Bis auf das Ende. Da kam nämlich ein ziemlich schneller Ball auf mich zu und ich hab einfach meine Hand hingehalten. Das tat weh. Gestaucht ist es auf jeden Fall. Aber zum Glück habe ich noch mein Voltaren aus Frankreich. Falls ihr euch erinnert, da hatte ich mich die Treppen runtergestürzt... gleicher Daumen. schön bunt blau lila... Da bin ich dann einfach mal eher nach Hause gefahren.

Heute bin ich eher in die Stadt gefahren, um so ein blödes Dokument vom International Housing Office unterschreiben zu lassen. Das hatte aber gar nicht geöffnet und ich weiß immer noch nicht warum. Da stand nämlich so ein Aufsteller vor der Tür und die stellt man ja nicht raus, wenn es geschlossen ist. Wahrscheinlich haben sie vergessen die Tür aufzuschließen und sich dann gewundert, dass niemand kam...
Stattdessen bin ich zum Bahnhof gefahren und habe meine Fahrkarten zu Carina gekauft :D Das wird super. Ich habe gleich noch einen Abstecher nach Uppsala geplant. Dann habe ich mir eine Karte für das Sittning nächsten Freitag gekauft. Das heißt also ein festliches Essen mit vielen Leuten und vorallem den Östra Torn Leuten.

Mathe war schrecklich langweilig. Martina musste ihr Referat halten und das war furchtbar. Die gute Frau will Englischlehrerin werden und spricht ein schlechteres Englisch als ich...

Ich werd euch noch ein paar Fotos reinstellen.

Morgen gehts nach Göteborg :)))

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25 octobre 2009

neue Fotos

Hey Leute!
Auf der rechten Seite ganz unten habe ich mal wieder ein paar Fotos hinzugefügt :)

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24 octobre 2009

Bergfest

Hallo meine Lieben!

Irgendwann diese Woche war Bergfest. Die Hälfte der Zeit hier habe ich geschafft. Ich kann den genauen Tag nicht sagen, weil ich noch nicht weiß, wann ich nach Hause fahre. Aber das ist doch schon mal was. Nach meiner Zeit werde ich mich ärgern, dass ich sie nicht mehr genutzt habe, aber auch daran arbeite ich gerade. Nächstes Wochenende geht es mit Tamar, Lucia und zwei französischen Mädels für zwei Tage nach Göteborg. In drei Wochen mit den Östra Torn Leuten nach Stockholm und hoffentlich Anfang Dezember zu Carina.

Hier ein Rückblick auf meine Woche. Am Montag hatte ich Lust auf Milchreis und auch noch ziemlich viel Milch im Kühlschrank. Leider verlor ich den Halt, als ich den Milchreis in die Milch kippte und hatte dann fast die Hälfte der Packung in der Milch rumschwimmen. Also kam noch ein Liter Milch dazu und dann hatte ich einen Familientopf für mich alleine gekocht... Ich habe mich diese Woche fast ausschließlich davon ernährt...
Nachmittags hatte ich meinen Kulturkurs. Der ist eigentlich ganz interessant für mich. Es geht hauptsächlich um Bildung in Schweden. Wir haben ein Brainstorming gemacht, um Themen für die Projektgruppen zu finden. Ich werde jetzt mit einer Engländerin, einer Kanadierin und zwei Japanerinnen etwas zum "Aktiven Bilingualismus" machen. Jeder in Schweden hat das Recht, in seiner Muttersprache unterrichtet zu werden und bekommt gleichzeitig Schwedischunterricht. Nach und nach wird der Muttersprachsanteil gesenkt und Schwedisch angehoben, bis am Ende nur noch alles auf Schwedisch ist. Sehr coole Methode. Und natürlich sehr kostenintensiv - also nix für Deutschland.

Dienstag war Mathe. Kim war als Erster an der Reihe, um sein Referat zu halten. Er war so nervös, dass er leichenblass war und keinen anständigen Satz herausbrachte. Echt krass, vorallem, wenn man bedenkt, dass nur 5 Leute vor ihm saßen. Eigentlich sind wir kein richtiger Kurs sondern eher eine kleine Familie. Deshalb sagte Sigmundur ihm, er solle herumgehen und uns allen die Hand geben. Wir wollen ihm nichts Böses und seien alle seine Freunde. Nach einigem Zögern machte er das dann und meinte anschließend, dass es ihm tatsächlich besser gehe. Dann hat er sein Referat gehalten und ich habe fast nix verstanden... Komisches Thema, Vortrag war schwierig mit den ganzen mathematischen Begriffen auf Englisch ohne Anhaltspunkte.
Später bin ich mit Barbara, Bart und Mathijs in eine Wrapbar am Bahnhof gegangen und wir haben uns einen netten Abend gemacht. Anschließend wollten wir noch zum Volleyball. Allerdings gab es nur einen Ball und wir wollten nicht riskieren zu warten, damit dann doch kein Ball mehr kommt. Deshalb also kein Volleyball.

Am Mittwoch war die dritte von vier Vorlesungen für meinen Kulturkurs. Die gute Eva - meine Dozentin - ist eine ziemlich chaotische Frau. Sehr freundlich und nett und schwedisch, aber sie ist ziemlich unorganisiert. Wir haben über eine halbe Stunde damit verbracht, dass sie jeder Gruppe im Plenum die Literatur gab. Wobei ich nicht einmal weiß, warum sie uns überhaupt Literatur gibt. Normalerweise gehört das doch zu unserer Arbeit dazu... Naja.
Abends trafen wir uns bei Lotte, um Zugtickets und die Jugendherberge in Stockholm zu buchen. Aber die Jugendherberge konnten wir nicht sofort buchen. Deshalb haben wir uns am nächsten Tag wieder getroffen, als klar war, dass wir die Zimmer bekommen haben. Wir werden auf einem Schiff schlafen *bibber* Ich werde ja wohl so nicht schlafen!!! Barbara, Lotte und Marie fahren schon Donnerstag Nacht, Bart, Mathijs und ich werden Nachmittags kommen, nachdem ich meine Projektpräsentation hinter mir hab.

Donnerstag hatte ich noch ein Treffen mit meiner Gruppe, bei dem wir ziemlich schnell die Themen verteilten und alles besprachen.

Gestern war ich mit Barbara und Lotte in "unserer" Nation Sydskanska, wo wir Mittag essen wollten. Es war unglaublich. Es gab für 35 SEK = 3,5 € einen vollen und zwar wirklich vollen Teller Chili con Carne mit Reis, Salat und selbstgebackenem Brot. Anschließend gab es noch Kaffee und eine Schokoladenkugel, die ziemlich klein aussah, aber so mächtig war, dass ich nach der Hälfte schon überlegte aufzugeben. Aber sie war soooo gut! Danach habe ich dann erstmal den ganzen Tag nichts mehr gegessen. Abends gab es das letzte Schüsselschen Milchreis und das wars.
Anschließend hatte ich wieder meinen Kulturkurs, danach Mathe. Barbara hat ihr Referat gehalten und sehr geschickt die mathematischen Inhalte weggelassen, bzw. sehr gering gehalten, ohne dass jemand etwas gesagt hätte. Gefällt mir. So mache ich das auch.
Lottes Freund war hier während meine Eltern und Stephan hier waren. Irgendwie hat sie ein paar Andeutungen gemacht. Deshalb hab ich mal nachgefragt. Sie hat sich - während er hier war - von ihrem Freund getrennt. Der gute hat sie nämlich betrogen und es nicht für nötig befunden, es ihr zu sagen. Sie hat ihn nämlich einfach mal gefragt, ob er andere Frauen trifft und er hat einfach ja gesagt. So ein Arschloch! Und er ist trotzdem nach Schweden gekommen! Er meinte wohl auch, dass er es Lotte nie selbst gesagt hätte... wow.

Dann hatte ich gestern noch ein kleines, großes Tief. Bäh. Erst die Hälfte oder schon die Hälfte? Inzwischen habe ich ja sogar ein bisschen was zu tun. Aber trotzdem...
Jetzt ist erstmal Wochenende angesagt. Ich habe mir vorgenommen, heute was für mein Mathereferat zu machen und morgen mein Kulturprojekt anzufangen. Schönes Wochenende euch allen!

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18 octobre 2009

und wieder allein, allein...

Hallo meine Lieben. Ich bin sehr enttäuscht. Jetzt schreibe ich sooo lange nicht und es kommt nicht mal eine Beschwerde? Nein, Quatsch. Es tut MIR natürlich sehr leid, dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen. Aber dafür gab es ja auch gute Gründe.

Ich hatte gaaanz viel Besuch. Und gaaanz lange. Irgendwann vor sehr langer Zeit - es war ein Mittwoch - kam Stephan nach Kopenhagen. Ich bin dann einfach auch nach Kopenhagen gefahren, weil wir es uns angucken wollten. Sehr schöne Stadt. Viel Sonne. Lecker Eis. Schmerzende Füße. Abends waren wir noch bei Marie, weil sie Geburtstag hatte. Nette kleine Runde.
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An Donnerstag und Freitag erinnere ich mich nicht mehr so gut. Es ist schon so lange her. Aber wir haben auf jeden Fall Mathe-Aufgaben gemacht und sind zum Mathekurs gegangen. Stephan war total begeistert, ich weniger. Es war nämlich Satz - Beweis - Satz - Beweis - Satz - ...
Am Samstag trafen wir uns mit Bart, Mathijs, Barbara und Marie, weil wir ins "Nova Lund" fahren wollten. Es ist ein Einkaufszentrum mit vielen hübschen Klamottengeschäften, in denen man silberne, goldene oder pinke Leggins kaufen kann. Sehr in Mode hier. Zum Glück gibt es keine dicken Schwedinnen. Für Stephan hieß das: ein NICHT-schwarzes T-Shirt finden. Für mich einfach ein T-Shirt fürs Volleyballspielen, damit es nicht immer den halben Bauch zeigt beim Hochspringen und für Bart sollte es eine Hose werden. Nach langem Suchen haben wir doch tatsächlich ein (!) Nichtschwarzes gefunden. Es ist gelb. Ganz schön schwierig. Achtet mal darauf, wieviele bunte T-Shirts für Männer es gibt. Rosa durfte es natürlich auch nicht sein.
Auf einmal bekam ich eine SMS: Miriam, wir sind jetzt in Lund und kommen zu dir! Aaaaah! Das waren meine Eltern und meine Schwester, die auf einmal viel schneller waren, als wir dachten. Also gaaanz schnell zurück. Wir sind ja mit dem Fahrrad gefahren und mussten einmal durch die ganze Stadt. Es hat aber geklappt. Meine Eltern haben mir viele tolle Dinge mitgebracht: warme Liebestöterunterwäsche (was für ein tolles Wort!), noch eine Winterjacke, Cappuccino, Nutella in billig, Weihnachtskram (nein, ich esse es erst in der Adventszeit) und viele leckere Sachen zum Einfrieren :D Abends haben wir für alle gekocht - na gut. Stephan hat gekocht... Anschließend war noch die "richtige" Geburtstagsparty von Marie. Da waren wir dann aber so spät, dass es schon fast wieder zuende war.

Am Sonntag war dann der erste "Familienausflug" geplant. Die Möglichkeit mit dem Auto irgendwohin zu fahren mussten wir sofort ausnutzen. Ich wollte gerne nach Helsingborg, weil es eine hübsche Stadt sein sollte. Leider war das Wetter eher bescheiden, die Touristen-Info geschlossen, obwohl der Reiseführer sagte, sie sei offen und es gab KEINE deutsche Zeitung für meinen Vater! Katastrophe!!! Wir haben uns trotzdem einen schönen Tag gemacht und sind ein bisschen durch die Gegend spaziert.
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Am Montag begann mein neuer Kurs für die Uni. Total ätzend, weil ich ausnahmsweise mal komplett beschäftigt war... Naja. Es ging so weiter wie in Hamburg auch. Mein lieber Koordinator hatte leider vergessen, mich anzumelden und deshalb saß ich da und bibberte, ob ich denn überhaupt in den Kurs käme. Es hat gerade so gepasst. Der Kurs heißt "Culture, Education and Lifestyle in Sweden" und jetzt habe ich diesen Kurs 4 Wochen lang. Dafür aber auch jede Woche mindestens drei Mal.
Abends gab es in meiner Wohnung wieder von Mutti gekochtes Essen. Sehr lecker und sehr entspannt, mal nicht selbst zu kochen. Als ob ich das so oft täte *hihi*

Dienstag war dann gleich wieder der Kulturkurs, bei dem ich nur die Vorlesung besuchen konnte, weil die "Übung" genau zur Mathezeit war. Übung heißt, dass man sich in vorher festgelegten Gruppen noch einmal über die Vorlesung unterhält und dann eine Seite pro Gruppe bei der Dozentin abgibt. Stattdessen hatte ich wie gesagt meinen Mathekurs. Der ist momentan wieder total frustrierend. Die Aufgaben kann ich gerade gar nicht und nun saß ich also mit Stephan dabei und wir haben es trotzdem nicht hinbekommen.

Mittwoch hatte ich wieder frei und es war der letzte ganze Tag für meine Familie. Wir entschieden uns für Smygehük, den südlichsten Punkt Schwedens. Eigentlich entschied ich :D
Es war zwar tierisch windig, aber schön sonnig und ein niedliches kleines Dörfchen. Eigentlich nicht einmal Dörfchen, weil einfach niemand dort wohnt. Es gibt ein Konferenzzentrum, eine Fischräucherei, ein paar Fischerhütten, die aber nicht bewohnt sind und einen Leuchtturm mit Jugendherberge daneben. Man konnte in den Leuchtturm und hatte einen schönen Ausblick. Alles in allem war es also ein schöner Spaziergang.
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Abends waren wir in einem englischen Pub in Lund Essen. Es war sehr gemütlich und nach anfänglichem Zweifeln - die Portionen waren sehr übersichtlich - wurden doch alle satt. Geschmeckt hat es auch noch :)
Am nächsten Morgen haben wir meinen Eltern das Auto vorbei gebracht, weil es über Nacht bei mir stand und dann sind sie auch schon losgefahren. Stephan und ich blieben in der Stadt und tranken zuerst einen Kaffee. Danach suchten wir das historische Museum, das für Studenten übrigens umsonst ist. Sehr cool. Anschließend fanden wir das Kulturmuseum, in das man ebenfalls kostenlos besuchen kann. Dort stehen die alten Wohnhäuser der Universitätsmitarbeiter. Wir haben uns zum Beispiel das Haus des Dekans angeschaut. Die komischen Schweden ziehen ihren Bäumen Kleider an. Das sah sehr seltsam aus. Auch mein neues unfallsicheres Auto haben wir dort gefunden. Anschließend gönnten wir uns noch ein superleckeres Stück Schokoladenkuchen und ein Marzipantaler. Lecker:
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Am Freitag hatte ich wieder meine Kulturkursvorlesung und anschließend Mathe. Abends haben wir einen leckeren Pflaumenkuchen gebacken, weil Ela mir so von ihrem vorgeschwärmt hat und ich auch einen haben wollte. Er ist übrigens richtig gut geworden :) Probieren durften ihn dann auch alle und zwar am Samstag. Da haben wir dann einfach zu traditionellem Kaffee und Kuchen geladen. Abends haben wir zu zweit einen Film gesehen und Karten gespielt. Ich habe Stephan leider Bauernskat beigebracht. Da er so ein großer Fan von Skat ist, hat ihm das natürlich auch gefallen. Aber überraschenderweise hat er mich nicht jedes Mal abgezogen. Ich habe mich nämlich ziemlich gut geschlagen *stolz*
Heute waren wir risikofreudig und sind ohne Gästekarte zum Brunch in eine Nation gegangen. Manchmal muss man seinen Ausweis zeigen und dann wären sowohl Stephan als auch Lottes Bruder Stan nicht reingekommen. Aber zum Glück hat alles gut geklappt und ich bin immernoch satt. Das war jetzt 7 Stunden her...
Heute nachmittag habe ich Stephan zum Bahnhof gebracht. Sehr traurig. Jetzt bin ich nämlich wieder alleine hier. Und das auch ganz schön lange. Es hat sich nämlich kein weiterer Besuch angekündigt. *wink-mit-dem-zaunpfahl* Heute Abend hat Marie zum Tartiflette-essen eingeladen. Ihre Mutter ist gerade bei ihr und hat den passenden Käse dazu mitgebracht. Lecker :) Ein richtiger Schlemmertag ist das heute. Wie gut, dass ich am Dienstag wieder zum Volleyball gehe...
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03 octobre 2009

tag der deutschen einheit

hallihallo! Es ist Samstag. Tag der deutschen Einheit. Ein Tag zum Feiern. Ich gucke aus dem Fenster. Es schüttet. Wundervoll. Wir wollten eigentlich zu einem Flohmarkt heute, aber daraus wird bei dem Wetter natürlich nichts. Dafür sitze ich jetzt in meinem Appartment und freue mich darüber, dass die Heizung wenigstens lauwarm ist. Das ist schon mal ein riesiger Fortschritt zum Gar-nicht-funktionieren.

Fangen wir mal wieder von vorne an. Dienstag Mittag ging es Richtung Schule. Jaaa. Ich war tatsächlich in einer schwedischen Schule. Dort fand ein Sprachcafé statt. Das heißt, dass immer zwei Schüler mit zwei Internationalen Muttersprachlern für eine Stunde bei Kaffee und Kuchen reden. Die Schüler sind ungefähr 15 Jahre alt und haben 3 Jahre Deutsch gelernt. Leider waren wir viel zu viele deutsche Studenten - wie überall sonst auch - und deshalb musste ich in meiner Gruppe mit zwei anderen Studenten mit zwei Schülern sprechen. Da ich aber leider in Frankreich genau das die ganze Zeit gemacht habe, sehe ich die Gespräche natürlich sehr viel kritischer. Wir hatten zwei Jungs und einer redete die ganze Zeit, der andere gar nicht. Die zwei anderen guckten nach kurzer Zeit bei Fragen nur noch den Mutigen an und somit war der andere natürlich ganz raus. Dann unterbrachen sich die beiden ständig gegenseitig und achteten nicht darauf, WIE sie sprachen und auch nicht WAS. Welchen 15-jährigen interessieren Geschichten über die Uni? Sollte man diesen Jungs über Alkoholgeschichten erzählen? Meiner Ansicht nach ein eindeutiges NEIN.
Die Stunde ging zum Glück bald vorbei und dann schnappte ich mir die Deutschlehrerin, um nach einer Hospitationsmöglichkeit zu fragen. Die war hellaufbegeistert und hielt sofort noch eine Französischlehrerin an, die vorbeikam. Jetzt habe ich die Emailadresse von ihr und habe auch sofort die Zeiten geschrieben, an denen ich kommen könnte. Leider habe ich bisher noch keine Antwort.
Nachmittags war Mathe. Sehr entspannt, weil die nervige Martina nicht da war. Ich muss jetzt im Gegensatz zu Deutschland mindestens einmal in der Woche vorrechnen... Aber das passt schon.
Abends fuhr ich mit Bart und Mathijs zum Volleyball. Leider gab es nur einen Ball und einen Fußball. Also spielten wir die Hälfte der Zeit mit dem Fußball und noch am gleichen Abend waren meine Arme total zerkratzt und leicht bläulich... Naja, ich war auch erst um kurz vor zwei Zuhaus. Wir haben nämlich bis halb zwei gespielt... so ungefähr 3 1/2 Stunden... Danach war ich so kaputt, dass ich mich von den Jungs hab nach Hause schieben lassen. Die beiden Verrückten haben es auch wirklich gemacht. Das war sooo lustig!

Mittwoch hatte ich Waschtag. Das ist hier ja immer sehr entspannt. Zwei Maschinen an, wieder zurück ins Appartment und dann nach einer Stunde alles in den Trockner. Nach zwei Stunden hat sich also alles erledigt. Dann fing der Telefonmarathon an: meine Mama, Johanne, Ela. Ich hab mich riesig über jedes einzelne Gespräch gefreut!
Abends trafen wir uns bei Bart und Mathijs zum Martini trinken. Eine sehr fröhliche Angelegenheit. Gegen zwölf fuhren dann alle bis auf Marie und mich noch in die Stadt in eine Nation. Ich bin wirklich froh, dass ich nicht mit war, weil sie wohl erst gegen vier wieder zurück waren.

Am Donnerstag hagelte es hier so stark, dass es anschließend aussah, als ob es geschneit hätte. Die Hagelkörner hatten ungefähr einen Zentimeter Durchmesser und ich wollte eigentlich gerade das Haus verlassen, als es anfing. Das habe ich dann auf etwas später verschoben. Mit einem Brief, der besagte, ich solle mir ein Paket von der Post abholen, fuhr ich dann Richtung Bibliothek, um für mein Matheprojekt ein paar Bücher zu besorgen. Anschließend war ich dann bei der Post und holte ein - passt auf: 2.1 Kilo schweres Paket ab. Meine Mama hatte mir darin ein Körnerkissen, Nutella, Capuccino (der hier ist so eklig) und eine fröhliche Postkarte geschickt. Letztere hängt auch schon an meinem Küchenschrank, wie auch alle anderen Karten, die ich hier bekommen habe. Die am weitesten Entfernte stammt aus Indien. Könnt ihr das toppen?
Abends ging es wieder zum Volleyball. Dieses Mal mit richtigen Bällen und auch nur für 1 1/2 Stunden. Es hat aber trotzdem gereicht. Ich habe übrigens keinen Muskelkater mehr seit den letzten Malen :)

Freitag Morgen ging es zu Barbara für die Matheaufgaben. Anschließend habe ich Mittag gegessen und dann musste ich auch schon los zum Mathekurs. Wir haben diesmal im Vorlesungsteil Mengenlehre gehabt. Das war recht lustig. Vor allem hatte ich eigentlich das Gefühl, wieder in MAU zu sitzen.
Wir hatten entschieden, dass Freitag Mexican Night ist, weil Barbaras Freundin eine Flasche Tequila mitgebracht hatte. Es gab also leckeres mexikanisches Essen, mexikanische Musik und weniger mexikanische Musik (Weihnachtslieder...) und natürlich Tequila. Es war ein sehr lustiger Abend. Ein paar Fotos werde ich euch in einem Fotoalbum auf der rechten Seite ganz unten zeigen.

Heute ist ja wie bereits erwähnt der Tag der deutschen Einheit. Eine perfekte Gelegenheit, eine German Night zu veranstalten. Wir überlegen gerade, wie das Menü aussehen soll. Spätzle und Linsen oder lieber noch Kartoffelsalat dazu, weil Linsen ja nicht Jedermanns Sache ist? Mal sehen. Ich werde berichten :D

Posté par ferocepapillon à 12:30 - Commentaires [1] - Rétroliens [0]